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Entscheidungen treffen

Das Geheimnis der guten Wahl

Alltäglich sind wir damit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen:
die Qual der Wahl vor dem Kleiderschrank, beim Einkauf, bei der Urlaubsplanung, bei Meetings, bei der Zuammensetzung von Teams, bei der Wahl von analogen und digitalen Ordnungssystemen oder während einer Aufräumaktion! Permanent entscheiden wir. Je mehr es zu bedenken gibt, desto mehr denken wir nach und wägen wir ab. Um so wichtiger ist es, daß die Entscheidungsfindung leicht fällt und wir unsere Entscheidungskompetenz trainieren.
Aber nach welchen Kriterien und vor allem, wie entscheiden wir? Mit Herz und Verstand, mit Intuition oder genauer Analyse, mit Pendel oder Glaskugel?

Es gibt viele Gründe, warum wir uns nicht oder nur schwer entscheiden können: Wir haben Angst vor den Konsequenzen und der Verantwortung und wollen hundertprozentig sicher sein, uns für die richtige Alternative zu entscheiden. Und das fällt in einer Zeit besonders schwer, in welcher die Auswahlmöglichkeiten für jede Lebens- und Arbeitssituation immens groß sind. Selbst wenn man eine gute Wahl getroffen hat: der Zweifel, ob nicht noch eine bessere Variante möglich gewesen wäre, meldet sich.

Sie leben leichter, sich genau diesem Druck nicht auszusetzen: die absolut richtige Entscheidung treffen zu wollen. Es gibt in diesem Sinne kein richtig oder falsch. Vieles müssen Sie erst ausprobieren, um zu wissen, ob es für Sie geeignet ist.

Bewusste Denkarbeit oder Intuition
Schachprofis sind Meister der erlernten Intuition. Sie erkennen unbewußt bis zu 50.000 Spielstellungen, was sie blitzschnell entscheiden läßt. Weniger das Bedenken, Analysieren und Auswerten millionenfacher Möglichkeiten von Spielvarianten führt zur Entscheidung, sondern vielmehr ihre Intuition.

Die Kompetenz unseres Unbewussten wird unterschätzt. Unser Unterbewusstsein nimmt nämlich viel früher als unser Bewusstsein wahr, was richtig für uns ist. Vertrauen Sie also Ihrer Intuition! Denn intuitive Bauchentscheidungen sind in der Regel „richtiger“ als rationale Entscheidungen.

Bedenken Sie: bei zukunftsoffenen Entscheidungen kommt es nicht auf die sachliche Richtigkeit, sondern auf den Grad Ihrer emotinalen Verbundenheit, Ihrer Überzeugung an.

Das Sammeln, Sichten und Abwägen von Argumenten im Entscheidungsprozess verleiht uns zwar ein Gefühl der Sicherheit, die beste Strategie für erfolgreiche Entscheidungen aber ist: Üben Sie sich, intuitiv zu entscheiden und zu handeln! Vertrauen Sie Ihrer Intuition! Entscheiden Sie sich und gestalten Sie Ihr Leben!

Tipp: 7-7-7 Regel
Eine kleine Hilfe, um Konsequenzen einer Entscheidung besser einschätzen und somit leichter Entscheidungen treffen zu können:
Stellen Sie sich – bevor Sie eine Entscheidung treffen – die Frage,
welche Auswirkungen hat Ihre Entscheidung auf Sie und Ihr Leben in den nächsten 7 Tagen – 7 Monaten – 7 Jahren?

Aktuelle Tipps und Aufräum-Impulse finden Sie auch auf meinen Instagram-Seiten.

P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Downsizing

Vom Größeren zum Kleineren

„Und eines Tages fällt dir auf, dass du 99% nicht brauchst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg. Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck,“ singt die Liedermacherin Stefanie Kloß (Silbermond). Das macht Mut und liegt im Trend der Zeit! In jungen Jahren ist die Entscheidung, minimalistisch leben zu wollen eher eine Lebensphilosophie, im Alter jedoch wird es meist zur Notwendigkeit, sein Hab & Gut zu reduzieren.

Das eigene Haus oder die geräumige Wohnung kann besonders im Alter zu einer körperlichen, emotionalen und auch finanziellen Belastung werden. Das Wohnumfeld zu verkleinern und damit sich von liebgewonnen Dingen trennen zu müssen, empfinden die Betroffenen meist als unangenehme Veränderung und großen Einschnitt im Lebensalltag. Veränderungen im Leben zu meistern, sind für die meisten Menschen eine Herausforderung. Nicht nur im Alter fällt es schwer, vertraute Gewohnheiten zu verlassen und Neues zu wagen.

Ein Lebensabschnitt geht zu Ende, ein neuer Lebensabschnitt beginnt!
Weniger Platz bedeutet, weniger Gegenstände haben zu können und  den Besitz zu reduzieren. Im englischsprachigen Raum wird u.a. der Prozess der Verkleinerung Downsizing genannt. Ziel ist es, die eigene Wohnung oder das eigene Haus den veränderten Lebensbedürfnissen im Alter, einem altersgerechten Wohnen, anzupassen. Der Prozess des Downsizing hat somit eine viel treffendere Formulierung verdient: Rightsizing – ein Vorgang, der die Wohnsituation wohltuend an die Lebensumstände anpasst – das passende Maß, um das Leben angenehm zu machen.

Keine Angst haben, sich von Dingen zu trennen und Neues zu gestalten!
Bedenken Sie: ein Wohnumfeld, das Sie selbst in Ordnung und sauber halten können, gibt Ihnen auch im Alter ein gutes Gefühl der Unabhängigkeit. Eine der wichtigsten Regeln hierbei: die Dinge behalten, die im Leben „Freude machen“. Ob altersgerechte Möbel oder barrierefreie Walk-In-Dusche: gestalten Sie sich Ihre Wohnumgebung so, daß diese Ihnen gut tut und sie nicht überfordert. Dann haben Sie Zeit für die wesentlichen Dinge im Alter, können in ihrem individuellen Rhythmus das Leben genießen und mit „leichtem Gepäck“ reisen.

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P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Frühjahrsputz im Kopf

Geben Sie Ihren Gedanken Raum!

Unerledigte Dinge verfolgen uns im Kopf und können unser Tun, Handeln und Denken erheblich blockieren. Unser Gehirn strebt danach, Dinge und Arbeitsvorgänge zu Ende zu führen. Während wir Abgeschlossenes gut vergessen und als „erledigt“ ablegen können, entwickeln unerledigte Aufgaben, Sorgen und unterdrückte Gefühle ein teils mächtiges Eigenleben.
Genau wie das Aufräumen des Lebens- und Arbeitsumfeldes kostet auch seelisches Aufräumen viel Energie. Zur Belohnung aber können wir uns wieder auf Neues einlassen und darin kraftvoll und wahrhaftig aufgehen!

Gedanken sind dafür da, gedacht zu werden!

Die Seele aufräumen – das heißt einfach mal innezuhalten, sich bewußt Zeit zum Nachdenken zu schenken, seinen Gefühlen nachzuspüren und sich klar über seine Ziele zu werden. Sich Zeit zu nehmen, Gedanken überhaupt einmal raumgebend zu denken und zu bündeln, hilft uns bewußter zu leben und etwaige Lebenskrisen zu meistern oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Tipp zur Reflexion
Nehmen Sie sich Zeit zum Denken!
Denkunterstützung: Nehmen Sie ein leeres Blatt Papier und schreiben Sie auf die linke Seite: „Was ich schon immer erledigen wollte!“, auf die rechte Seite: „Welche Ideen beschäftigen mich, die ich umsetzen möchte?“ Füllen Sie nun die aufkommenden Gedanken in die jeweilige Spalte ein.
Wiederholen Sie diese Übung an einem festen Termin 1x im Monat!
Sie werden überrascht sein, wie sich Ihre Gedanken ganz von selbst sortieren und ihr Kopf immer aufgeräumter wird!
Vorlage: Themenfeld #12 Gedanken sortieren (in pdf-Format)

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Minimalismus – Weniger ist mehr!?

Wieviel Dinge besitzen Sie?

In der bildenden Kunst ist Minimalismus als Kunstrichtung aus den 1960er Jahren bekannt, Minimalismus als Lebensweise ist ein eher jüngeres Phänomen. Dieser Trend hat 2017 weiter an Dynamik gewonnen, der sich gerade bei der jüngeren Generation verbreitet. Minimalismus ist eine Lebensweise. Es bedeutet mehr als nur Platz freizumachen und nur die wirklich benötigten Gegenstände zu behalten.
War das Ziel in der Kunst mit der „Minimal Art“ die absolute Identität der Form mit sich selbst ohne jede illusionistische assoziative Zutat zu schaffen, so könnte man im übertragenden Sinne den Minimalismus als Lebensstil bezeichnen, der durch bewußten Verzicht in unserer Konsumgesellschaft Platz und damit die Entfaltung für das Wesentliche im Leben schafft. Der Trend gibt den Anhängern die Freiheit, bewusst Entscheidungen zu treffen – Lebenssinn ohne Konsumzwang.

Wer viel hat, kann auch viel loslassen!
10.000 Gegenstände besitzt ein westeuropäischer Durchschnittsbürger, und es wird immer mehr. Kein Wunder, dass Menschen ihren Besitz zunehmend als Belastung erleben. Konzepte des Verzichts sind ein Luxusproblem: denn wer viel hat, kann auch viel loslassen. Durch Verzicht freier werden und zudem damit sozial und ökologisch sinnvoll und verantwortungsvoll zu handeln, ist kein neues Wissen, sondern bereits aus vergangenen Jahrhunderten bekannt. So wußte Franz von Assisi bereits im 13. Jahrhundert und mahnte: „Wenn jeder Einzelne darauf verzichtet Besitz anzuhäufen, dann werden alle genug haben.“
Wir brauchen materielle Dinge wie Nahrung, Kleidung oder Wohnung für unseren Komfort, unser Sicherheitsgefühl, zur Erfüllung unserer Grundbedürfnisse. Aber: meist besitzen wir mehr, als wir brauchen. Die Frage ist: wieviel Besitz brauchen wir, um glücklich zu sein? Wie minimalistisch wollen/ können wir leben?

Tipp zur Reflexion: Wieviel z.B. T-Shirts, digitale Endgeräte, Kugelschreiber oder Winterjacken besitzen Sie und wieviel brauchen Sie, um glücklich zu sein?

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Aufschieberitis

Im Hier und Jetzt! Schritt für Schritt!

Das Phänomen, unangenehme Aufgaben solange wie möglich vor sich herzuschieben, hat einen passenden Namen: Aufschieberitis. Aufschieberitis ist eine Gewohnheit, ein Verhaltensmuster. Wer kennt es nicht, Aufgaben auf den letzen Drücker oder erst unter enormem zeitlichen Druck zu erledigen: die Unterlagen für die anstehende Steuerklärung vorzubereiten, Projektunterlagen zusammenzustellen und nachzubearbeiten, die sich seit Tagen auftürmenden Wäscheberge zu bügeln oder den in der Ecke liegenden Weihnachtsschmuck in den Keller zu bringen; es gibt immer etwas, was wichtiger ist, als die als leidig empfundenen Aufgaben zu erledigen. Und auch das Sprichwort „Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“ erinnert an das Aufschiebe-Phänomen.

Was geht in uns vor? Weshalb fällt es uns so schwer, bestimmte Aufgaben einfach zeitnah zu erledigen? Gründe dafür gibt es viel. Bedenken Sie, dass je länger Sie die unliebsame Aufgabe vor sich her schieben, desto größer und mächtiger diese Aufgabe empfunden wird und Sie damit unnötig Ihre Gedanken, Ihr Tun und Handeln blockieren!

Erkennen und durchbrechen Sie dieses Muster!
Gehen Sie eine Aufgabe gezielt an! Reservieren Sie sich 2 Stunden in der Woche, um ganz bewußt diese Aufgaben zu erledigen.

Beherzigen Sie die 3-Don´t do it!-Regel:
1. Alles gleichzeitig machen zu wollen
2. Erst einmal eine Nacht darüber zu schlafen
3. Aufschieben als Aussitzstrategie cool zu finden

Wer Zeit gut nutzt, hat mehr Zeit für schöne Dinge!

Setzen Sie sich noch heute einen Termin, um das erste Arbeitspaket zu erledigen! Verabschieden Sie sich von der Formulierung „Ich muss etwas machen“, sondern wählen Sie die Formulierung „Ich möchte die Aufgabe erledigen“, da ich um das gute Gefühl danach weiss.

Räumen Sie auf! Jetzt!

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