Secondhand – Luxus Resale

Professional Organizing: Secondhand - Luxus Resale - Kleiderkammer de luxe

Kleiderkammer de luxe

Die Lust an neuen Klamotten ist ungebremst. Der Reiz an Klamotten aus zweiter Hand: sie sind günstiger und der Kauf ist nachhaltig. Für umweltbewusster werdende Millennials fast schon ein absolutes Muss. Und: Stil kommt nie aus der Mode. Also warum nicht auch Luxusgüter aus zweiter Hand kaufen? Die Akteure: Vorreiter für die Etablierung einer zirkulären Wirtschaft.

Secondhand-Boom
Online-Plattformen haben sich auf den Verkauf von gebrauchten Kleidern und Accessoires spezialisiert; sie erweitern ihren Service sogar mehr und mehr durch stationäre Geschäfte. Der Handel mit Secondhand-Mode boomt. Business mit gebrauchten Markenkleidung ist ein Millardengeschäft.

Der Secondhand-Markt für Luxusartikel ist noch eine Nische, wächst aber stark. Laut einer aktuellen Studie (Boston Consulting Group (BCG)) wächst der Umsatz von geschätzten 25 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf rund 36 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021. Bis 2028 soll der Handel mit gebrauchter Kleidung 64 Milliarden US-Dollar umsetzen – und damit das erste Mal in der Geschichte der Mode mehr einbringen als das Geschäft mit neu produzierter Ware.

Luxuswirtschaft im Wandel
Hersteller von Luxusgütern können viel gewinnen, wenn sie den schnell wachsenden Luxus-Wiederverkaufsmarkt fördern und daran teilnehmen. Auch hier ist die Zukunft der Mode „kreisförmig“. Jedoch scheinen die Traditionsmarken die Kreislaufwirtschaft ganz bewusst stoppen zu wollen. Die sind nämlich nicht wirklich amused, daß ihre Luxusgüter zu einem günstigeren Preis weiterverkauft werden.

Chanel beispielsweise geht es nicht nur um den Wettbewerb, sondern vor allem um das eigene Prestige: Weder im Einzelhandel noch auf der Chanel-Webseite kann man reduzierte Produkte der Marke erwerben. Luxuslabels wollen vermulich gar nicht, dass sich jeder die Marke leisten kann. Ein Umdenken wird hier dringend notwendig werden. Die neuen Kunden werden es fordern. Die klare Botschaft von James Reinhart, Co-Founder und CEO der Secondhand-Plattform thredup.com: „Secondhand ist die Zukunft! Es gibt bereits genug tolle Klamotten auf diesem Planeten. Also, lasst sie uns tragen!“

Plattformen für Secondhand
Ob hochwertige Designermode, highend Luxusgüter oder aber spezielle Accessoires wie Uhren, Handtaschen oder Sneakers – mittlerweile haben sich viele Secondhand-Plattformen im Netz fest etabliert und sich zum Teil sogar auf Besonderheiten spezialisiert. Hier eine Auswahl von Online-Marktplätzen, die weltweit, auf dem europäischen oder US-amerikanischen Markt agieren:

>  DESIGNERMODE UND ACCESSOIRES
vestiairecollective.com
Vestiaire Collective – Online Markplatz für kuratierte Premium- und Luxusprodukte aus zweiter Hand in Europa

rebelle.com
REBELLE – Online Marktplatz für hochwertige Designermode im Secondhand-Bereich

vite-envogue.de
Vite EnVogue – Online-Shop für Premium High Fashion Secondhand Designermode sowie Schuhen, Handtaschen und Accessoires in Europa.

carou.com
carou – the secondhand concept ist ein Start-up im Bereich Fashion Re-Commerce.
Innovative Concept Stores für Secondhand & Vintage, die für jeden Style die passende Auswahl bieten. Motto: jedes Kleidungsstück hat eine zweite Chance verdient. Der Lebenszyklus und Nutzwert der einzelnen Stücke soll verlängert werden.

kleiderkreisel.de
KleiderKreisel – Community für Secondhand in Europa. Secondhand zur ersten Wahl zu machen, die Devise. Kleiderkreisel ist für jeden, der daran glaubt, dass hochwertige Kleidung lange leben sollte.

ubup.com
ubup – online Secondhand Shop mit umfangreichen Angebot an Mode und Accessoires von über 1500 verschiedener Marken von Low Budget Fashion bis hin zu Designer Mode. Jedes Teil wird über die Ankaufsplattform momox-fashion.de angekauft. Dort hat jeder die Möglichkeit, aussortierte oder nicht mehr passende Kleidung zu verkaufen. Auch hier wissen die Macher: Die bewusste Entscheidung für Gebrauchtes spart Ressourcen und schont die Umwelt.

therealreal.com
TRR The RealReal – gehandelt werden Designerkleidung bis hin zu teuren Schmuck und Uhren von highend Luxusmarken. Das Portal ist der erste Akteur im Bereich Fashion-Resale, der es an die Börse geschafft hat (2019).

poshmark.com
Poshmark – Online Marktplatz für Mode von über 5.000 Marken.

thredup.com
thredUP – gebrauchte Kleidung von über 35.000 Marken sowohl online als auch in über 100 thredUP Stores quer durch die USA. Die klare Botschaft: „Secondhand ist die Zukunft! Es gibt bereits genug tolle Klamotten auf diesem Planeten. Also, lasst sie uns tragen!“

>  UHREN
watchfinder.com
Watchfinder & Co. – Online-Marktplatz für Luxus-Uhren aus zweiter Hand. Spezialist für den Kauf und Verkauf gebrauchter Uhren. Die Luxus-Zeitmesse gibt es von über 50 Marken. Neben Boutiquen weltweit betreibt Watchfinder & Co. auch ein Hersteller-zertifiziertes Servicezentrum.

chrono24.de
Chrono24 – Globaler Online-Marktplatz für Luxusuhren. Weltweiter Handel hochwertiger Zeitmesser.

>  HANDTASCHEN
rebag.com
REBAG – Sell your bag! Das Unternehmen agiert nicht nur online, sondern hat mittlerweile etliche REBAG Retail Stores. Die exklusiven Boutiquen finden sich allerdings nur in großen US-Städten.

fashionphile.com
Fashionphile – Marktplatz für gebrauchte Luxus-Handtaschen und Schuhe. Exklusive Auswahl von seltenen und limitierten Handtaschen der begehrtesten Luxusdesignern.

>  SNEAKERS
stockx.com
StockX – seltene und limitierte Sneakers werden hier als Sammlerstücke oder sogar Anlageobjekt gehandelt. Die Plattform funktioniert wie eine Auktionsbörse: Verkäufer stellen Angebote ein, Käufer geben Gebote ab.

stadiumgoods.com
Stadium Goods – Online-Marktplatz für Premium Sneakers und Streewear mit Einzelhandelsgeschäften in New York.

# N E U
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Kleiderbügel

Aufgehängt und aufgeräumt

„Kleiderbügel sind Haushaltsgeräte, die zum Aufhängen von Kleidungsstücken in Schränken oder in Garderoben dienen. Sie sind der Schulterform des Menschen nachgebildet und dienen zum Aufhängen und Verstauen von Oberbekleidung wie Mänteln und Jacken, aber auch Hemden und Blusen. Oft besitzen sie noch eine Querstange, an der man Hosen aufhängen kann (…),“ so läßt sich bei Wikipedia lesen.

Ob Holz, Draht oder Plastik, schmal oder breit, mit Klemme oder ohne – der Kleiderbügel spiegelt ein Stück Zeitgeist. Zunächst waren es die entsprechend wertvollen Kleidungsstücke von Klerus, Militär und Adel, die es galt, sorgsam aufzuhängen und vor Ungeziefer zu schützen. Die Urform soll es bereits im Jahr 1425 gegeben haben. Die Alltagskleidung der einfachen Leute hingegen wurde zum Lüften oder Trocknen über Stangen in die Nähe des Ofens plaziert, an einen schlichten Haken gehängt oder in eine Truhe gelegt.

Kleiderbügel-Boom
Der Kleiderschrank kam erst im 18. Jahrhundert in Mode und auch dann noch wurden die meisten Kleidungsstücke in Regalen liegend verwahrt. Erst im 19. Jahrhundert kamen schließlich Stangen in die Schränke, auf denen man die Kleidung auf Bügeln aufhängen konnte.

Die beginnende Bekleidungsindustrie in der Mitte des 19. Jahrhunderts und das aufkommende Modegeschäft lösten einen Kleiderbügel-Boom aus. Die Präsentation der Ware rückt mehr und mehr in den Mittelpunkt. In Geschäften kann man nun Kleidung „von der Stange“ kaufen.

Alltagsgegenstand mit großer Vielfalt
Neue Fabriken für Kleiderbügel entstehen. In den 30igern glänzten die Hänger als edles Hängeutensil im Schrankkoffer. Geschäfte und Wäschereien entdecken zunehmend Bügel als Werbeträger und kreieren in geschwungenen Schriftzügen ihre Werbebotschaft. Es wird mehr und mehr versucht, den gewöhnlichen Gebrauchsgegenstand durch verschiedene Formen und Patente zu optimieren. Der Kleiderbügel wird zum Gegenstand der Technik- und Konsumgeschichte.

Praktische Reise- und Klappbügel für die knitterfreie Kleidung unterwegs, Bügel mit Kragenrolle zum Schutz für Hemdskragen, Rockspanner, Hosenklemmbügel, Metallbügel mit Anti­rutsch­beschichtung, praktische Clip-Bügel, Bügel mit Platzspareffekt – variantenreiche Bügelschönheiten entwickeln sich, die das Kleidungsstück in Form bleiben läßt.

Heute gibt es Bügel aller Machart und sogar Kleiderbügelsammler, die die „Pertiologie“ (Kunstwort für „Bügelkunde“) begründet haben. Passend zur jeder Mode werden entsprechende Kleiderbügel mittlerweile auch als Designobjekt entwickelt. Dabei spielt nicht nur die Form, sondern auch die Farbe des Bügels eine große Rolle – besonders auf dem internationalen Markt. „Die Amerikaner lieben rote Bügel. In Asien verkauft sich Glitzerpink besonders gut. Die Deutschen mögen es hingegen eher klassisch: weiß, schwarz oder silber“, weiß Michaela Schenk, Geschäftsführerin des Kleiderbügelherstellers Mawa GmbH, die „den Kleiderbügel jeden Tag neu erfindet“.

Die Formfindung einer so konstruktiv simplen Erfindung ist facettenreich. Wir haben heute die Qual der Kleiderbügel-Wahl. Vielleicht hilft beim Kauf ja die Frage: Welcher Kleiderbügeltyp bin ich? 🙂

Tipp: Einheitliche Bügel
Kaufen Sie einheitliche Kleiderbügel! Durchgängig gleiche Bügel haben den großen Vorteil, dass sich die Kleidung auf „einer Höhe“ befindet. Kleiderbügel der gleichen Form und Farbe geben zudem einen wohltuend ruhigen,  ästhetischen Anblick. Egal welche Klamotte darauf hängt: der Schrank sieht sofort ordentlich und aufgeräumter aus – auch ohne Aussortieren.

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Fast Fashion

Mode. Macht. Wirtschaft.

Fast Fashion ist eine Unternehmensstrategie mit dem Ziel in hoher Frequenz neue Mode in die Geschäfte zu bringen. Umfaßte früher ein Modejahr zwei Zyklen (eine Frühjahr/ Sommer- und eine Herbst/ Winterkollektion), so erscheinen mittlerweile bei nicht wenigen Labels mehr als 12 Kollektionen im Jahr. Die Produktionsdauer hat sich von 2-3 Monaten auf wenige Tage reduziert.

Mode belastet Umwelt und Gesundheit
Die Modebranche produziert pro Jahr 80 Milliarden Kleidungsstücke und liegt damit in Sachen Umweltverschmutzung auf Platz zwei – direkt nach der Erdölindustrie. Und die Strategie der Modeindustrie geht auf: Wir lassen uns animieren und verleiten. Wir kaufen mehr Kleidung, als wir tatsächlich benötigen. Wen wundert es, daß weltweit jährlich Millionen Tonnen von Klamotten auf den Müllhalden landen.

Slow Fashion – Fair Fashion
Internationale Fashion-Aktivisten fordern eine neue Mode mit ethischen Grundsätzen. Slow Fashion ist nicht nur der Gegenentwurf zur Fast Fashion. Slow Fashion ist ein Bewusstsein, eine Haltung, die sich alle Beteiligten der Modebranche zu Eigen machen können: Designer, Produzenten und Käufer.
Designer, die bereits bei ihren Entwürfen für die Umsetzung mit innovativen, nachhaltigen Fasern mitdenken. Produzenten, die lokale Manufakturen mit der Produktion beauftragen und so die Arbeitsbedingungen mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und fairen Löhne vor Ort im Auge halten können. Und nicht zuletzt die Käufer, die mehr auf Qualität als Quantität setzen, weniger konsumieren, sich um nachhaltige Alternativen bemühen und bereit sind, gegebenenfalls auch höhere Preise für Kleidung zu zahlen.

Capsule Wardrobe
Wer will das nicht – einen Kleiderschrank voller Lieblingsteile, die man nach Lust und Laune kombinieren kann. Das Prinzip der Capsule Wardrobe: die Klamotten im Kleiderschrank auf ein paar essenzielle modeunabhängige Kleidungsstücke reduzieren – und damit einem bekannten Problem entgegenzuwirken: dem Gefühl, vor einem Berg von Klamotten zu stehen und trotzdem zu meinen, nichts anzuziehen zu haben. Weniger ist mehr, ist die Devise. Dabei wird der Kleiderschrank so optimiert, dass am Ende nur eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken übrig bleibt, die wirklich gefallen und gut kombinierbar sind. Wie viele Teile das sind, variiert und hängt von den jeweiligen Bedürfnissen ab. Eine gute Mischung zwischen Basics und Statements machen die Outfits abwechslungsreich und individuell. Die Idee einer Capsule Wardrobe vereinfacht das Leben und hilft gegen überfüllte Kleiderschränke. Wir gehen bewußter mit der Wahl und dem Kauf von Kleidungsstücken um und sind aufgeräumt. Und wir können dazu beitragen, die immensen Klamottenberge einer Konsumgesellschaft zu minimieren.

Tipp: Gedankenspiel
Wieviele Kleidungsstücke brauchen wir, um zufrieden zu sein?
Welche ziehen wir wirklich gerne an?
Welche liegen eigentlich nur im Schrank und werden nicht mehr angezogen?

Sende-Tipp:
Eine andere Mode ist möglich – Dokumentation Frankreich 2016 – arte

Manufaktur-Tipp:
Faire Mode für faire Frauen – dafür steht das Label Maria Seifert aus Leipzig. Statt mehrfach im Jahr komplett neue Kollektionen zu entwerfen, konzentriert sich das Label auf Slow Fashion und zeitgemäßes Upcycling. Einfach gut!
www.mariaseifert.com

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