Digitale Balance

Professional Organizing: Digitale Balance

Vom achtsamen Umgang mit digitalen Tools

Digital 24/7
Digitalisierung bestimmt die moderne Arbeits- und Lebenswelt. Überall verlassen sich Menschen auf ihre Handys, E-Mails und digitale Assistenten, um Daten, Pläne und Ideen immer schneller zu sammeln, zu übertragen und zu verarbeiten.

Eltern schenken ihren Handys oft mehr Aufmerksamkeit als ihrem Kind. Bei einem Spaziergang im Park sabbelt das Kind im Kinderwagen nicht selten allein vor sich hin, während die Eltern wichtige Nachrichten versenden. WhatsApp-Omis und -Opas sind voll imTrend. Berührungsempfindliche Touchscreen-Bildschirme erhalten öfter eine Berührung als die Menschen, die wir lieben. Bekommen wir nur wenig Likes oder Follower für unsere ach so grandiosen Posts, fühlen wir uns nicht wirklich zufrieden, auch wenn unser Partner etwas Leckeres gekocht hat.

Alles noch im gesunden Gleichgewicht? Wieviel Lebenszeit verwenden wir für digitale Medien, für Serven, E-Mailen, Posten, Messenger & Co.?

Digital als Suchtfaktor
Digitale Tools erhalten von uns eine schwindelerregende Aufmerksamkeit, mehr als wir übrigens unserer Atmung schenken. Tagtäglich geben wir uns unser digitales Dope. Der kurze Blick in den Messenger oder auf die Digital-Watch, das kurze Posten über das, was wir gerade machen, die Likes, die unser Belohnungszentrum schon gierig erwartet… Das Gehirn wird süchtig nach diesen Kicks. Es ist schnell auf Ablenkung konditioniert. Und wir geben ihm wie selbstverständlich den Stoff aus der Hosentasche: wir gucken mal kurz auf´s Handy und checken mal eben gerade die E-Mails. Ein emanzipierter Umgang mit digitalen Tools sieht anders aus.

Unsere Gehirne sind überfordert. Permanente Störungen, Ablenkungen und Unterbrechungen sowie übermäßige „Datenverarbeitung“ machen krank. Der US-amerikanische Psychiater Edward Hallowell nennt dieses Phänomen Attention Deficit Trait (ADT) und sieht dieses Phänomen als Reaktion einer „unruhigen“ Lebensumgebung. Die Folge: ADT-Betroffene haben Schwierigkeiten, organisiert und im Focus zu bleiben, Prioritäten zu setzen und Zeit zu managen.

Die rund um die Uhr verfügbare Lawine an Daten- und Informationen, nachrichtliches Dauerfeuer sowie permanente Ablenkung und Unterbrechungen beeinträchtigen unsere Fähigkeit, uns zu konzentrieren, klar und strategisch zu denken und effektiv Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit, Probleme flexibel und kreativ zu lösen, nimmt ab. Der Grund: Das Gehirn befindet sich im Krisen- und Überlebensmodus und ist in Alarmbereitschaft versetzt und tut damit nur das absolut Nötigste.

Digital Detox
Die Idee, digital „zu entgiften“ oder auch digitales Fasten ist nichts Neues, bekommt jedoch in der aktuellen Zeit einer sich rasant entwickelnden Digitalisierung eine noch stärkere Bedeutung. Da ist von „digitaler Leibeigenschaft“ die Rede, digitale Stressfallen lauern und digitale Diäten werden verordnet. Ziel des Digitalentzugs ist, digitalen Überkonsum und digitale Dauerablenkung auf ein normales Maß zu reduzieren. Apps und Programme, die uns helfen sollen, unseren digitalen Konsum einzuschränken, sind bereits längst auf dem Markt. Vielleicht ein Mittel zur Selbsterkenntnis. Ein Weg einen emanzipierten Umgang mit dem Digitalen zu lernen: digitale Geräte als Werkzeuge erkennen und dementsprechend nutzen.

7x Tipps für digitale Balance

  1. Digital Distancing
    Entwickeln Sie ein gesundes Gleichgewicht im Umgang mit digitalen Technologien und verändern Sie gegebenenfalls ihr Nutzungsverhalten! Formulieren Sie ihr persönliches Plädoyer für einen smarten Mix aus on- und offline. Schulen Sie ihre Medienkompetenz und ihr Verständnis für Risiken & Nebenwirkungen von Technologie, Digitalisierung, Social Media und Apps.
  2. Offline
    Starten Sie den Tag Offline! Nehmen Sie sich erst einmal Zeit zum eigenständigen Denken: Was will ich von diesem Tag? Was sind heute die 20% der Aufgaben die mir 80% Ergebnis bringen werden (vgl. dazu das Pareto-Prinzip)? Erst wenn Sie für diese Überlegung ihre To-Do-Liste erstellt haben, können Sie Online-Gehen und ihren Computer hochfahren…
  3. Zeit-Bilanz
    Machen Sie den Test: Wieviel Lebenszeit verwenden Sie mit digitaler Kommunikation, mit Serven, E-Mailen, Posten oder WhatsApp? Ziehen Sie eine persönliche Wochen-, Monats-, und Jahresbilanz. Wieviel Zeit verbringen Sie mit lieben Menschen, guten Gesprächen, wieviel Zeit um sich mit anderen gedanklich auszutauschen oder für sich allein über Dinge nachzudenken?
  4. Denk-Zeit
    Sensibilisieren Sie sich für den Vorgang des Denkens! Nehmen Sie sich ganz bewusst Zeit, um zu denken – über Dinge zu reflektieren. Üben Sie sich im Nachsinnen! Oder legen Sie öfter einfach eine Denk-Pause ein, wenn ihre Aufmerksamkeit nachlässt, ohne zur Ablenkung direkt im Internet zu surfen. Ihr Hirn wird es Ihnen danken.
  5. Digital Break
    Lassen Sie die digitale Dauerablenkung hinter sich! Etablieren Sie digitale Pausen in ihren Arbeits- und Lebensalltag! 
  6. Smartphone-Sabbat
    Verzichten Sie an einem festgelegten Tag der Woche auf ihr Handy. Dieser Digital-Detox-Tipp vom Smartphone-Sabbat wird im Silicon Valley schon lange beherzigt. Ziel ist es, ohne permanente Ablenkungen in Ruhe, Ideen entwickeln oder sich auf seine Arbeit konzentrieren zu können.
  7. Digital emanzipiert!
    Emanzipieren Sie ihren Umgang mit digitalen Tools! Nur weil digital, heißt noch lange nicht gut. Checken Sie genau, was Ihnen gut tut und was völlig überflüssig ist. Das Smartphone z.B. hat im Schlafzimmer nichts verloren. Wenn das Handy schon früh morgens griffbereit da liegt, ist die Verführung groß, mal eben die Nachrichten zu checken. Also: Wecker kaufen, der nichts anderes kann als wecken. Für die Uhrzeit kann eine Armbanduhr genutzt werden, im Dunklen eine Taschenlampe, auf der Suche nach einer Adresse eine Landkarte. Oder (total verrückt!) fragen sie einen Passanten nach dem Weg.

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P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Aufgeräumtes Leben

Professional Organizing: Lebenszug

Lebenszug gestalten

Das Leben ist wie eine Reise im Zug. Wir steigen immer wieder ein und aus. Menschen begleiten uns – manche eine längere Strecke, manche nur eine Weile, eine Station lang. Jeder Aufenthalt ist anders: mal belanglos, mal mit Überraschungen. Ab und an klingt sich ein Bremswaggon an unseren Lebenszug. Mitunter werden wir dadurch scharf ausgebremst und/ oder wir erkennen die nächste vor uns liegende Weiche durch eine langsamere Fahrt deutlich besser.

Wo befinde ich mich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie sieht mein Lebenszug aus? Wo bin ich bzw. bin ich nicht authentisch? Was will ich wirklich?

Bringen Sie Klarheit in ihr Leben!
Das vorliegende Arbeitsblatt hilft Ihnen, Ihren persönlichen Lebenszug zu reflektieren. Die Fragen geben Impulse und dienen der Denkunterstützung. Notieren Sie sich ihre Antworten auf dem Arbeitsblatt und legen Sie es zur Seite. Nach einer gewissen Zeit holen Sie es erneut hervor und schauen, wie und was sich bei ihrem persönlichen Lebenszug verändert hat. Ziel ist es:

  • in die eigene Kraft zu kommen und ohne Zweifel sich durch sich selbst und nicht durch Dinge zu identifizieren
  • mit der gewonnen Klarheit das Leben freudig zu gestalten
  • Entscheidungen aus einem klaren, aufgeräumten Geist zu treffen.

Impulsfragen
Wo befinde ich mich?
Wo sind meine Haltepunkte?
Wo sind meine Umsteigepunkte?

Wo komme ich her?
Wo will ich hin?
Was sind meine Ziele?

Was halte ich gefangen?
Wo sind Weichen?
Wo sind Signale?

Was bremst mich?
Was motiviert mich?
Was begeistert mich?

Welche Beziehungen habe ich?
Welche „Ärzte“ habe ich?
Welche Mentoren begleiten mich?

Wo und was ist meine Energie?
Wo und wie schöpfe ich Energie?

Tipp: Lebenszug
Wiederholen Sie diese Übung zur Reflexion immer dann, wenn Ihre Kräfte zu schwinden scheinen! Sie werden überrascht sein, wie sich Ihr Leben immer leichter gestaltet und Sie freier und bewußter in Ihrem Tun werden!
Arbeitsblatt: Themenfeld #11  Lebenszug (in pdf-Format)

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Secondhand – Luxus Resale

Professional Organizing: Secondhand - Luxus Resale - Kleiderkammer de luxe

Kleiderkammer de luxe

Die Lust an neuen Klamotten ist ungebremst. Der Reiz an Klamotten aus zweiter Hand: sie sind günstiger und der Kauf ist nachhaltig. Für umweltbewusster werdende Millennials fast schon ein absolutes Muss. Und: Stil kommt nie aus der Mode. Also warum nicht auch Luxusgüter aus zweiter Hand kaufen? Die Akteure: Vorreiter für die Etablierung einer zirkulären Wirtschaft.

Secondhand-Boom
Online-Plattformen haben sich auf den Verkauf von gebrauchten Kleidern und Accessoires spezialisiert; sie erweitern ihren Service sogar mehr und mehr durch stationäre Geschäfte. Der Handel mit Secondhand-Mode boomt. Business mit gebrauchten Markenkleidung ist ein Millardengeschäft.

Der Secondhand-Markt für Luxusartikel ist noch eine Nische, wächst aber stark. Laut einer aktuellen Studie (Boston Consulting Group (BCG)) wächst der Umsatz von geschätzten 25 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf rund 36 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021. Bis 2028 soll der Handel mit gebrauchter Kleidung 64 Milliarden US-Dollar umsetzen – und damit das erste Mal in der Geschichte der Mode mehr einbringen als das Geschäft mit neu produzierter Ware.

Luxuswirtschaft im Wandel
Hersteller von Luxusgütern können viel gewinnen, wenn sie den schnell wachsenden Luxus-Wiederverkaufsmarkt fördern und daran teilnehmen. Auch hier ist die Zukunft der Mode „kreisförmig“. Jedoch scheinen die Traditionsmarken die Kreislaufwirtschaft ganz bewusst stoppen zu wollen. Die sind nämlich nicht wirklich amused, daß ihre Luxusgüter zu einem günstigeren Preis weiterverkauft werden.

Chanel beispielsweise geht es nicht nur um den Wettbewerb, sondern vor allem um das eigene Prestige: Weder im Einzelhandel noch auf der Chanel-Webseite kann man reduzierte Produkte der Marke erwerben. Luxuslabels wollen vermulich gar nicht, dass sich jeder die Marke leisten kann. Ein Umdenken wird hier dringend notwendig werden. Die neuen Kunden werden es fordern. Die klare Botschaft von James Reinhart, Co-Founder und CEO der Secondhand-Plattform thredup.com: „Secondhand ist die Zukunft! Es gibt bereits genug tolle Klamotten auf diesem Planeten. Also, lasst sie uns tragen!“

Plattformen für Secondhand
Ob hochwertige Designermode, highend Luxusgüter oder aber spezielle Accessoires wie Uhren, Handtaschen oder Sneakers – mittlerweile haben sich viele Secondhand-Plattformen im Netz fest etabliert und sich zum Teil sogar auf Besonderheiten spezialisiert. Hier eine Auswahl von Online-Marktplätzen, die weltweit, auf dem europäischen oder US-amerikanischen Markt agieren:

>  DESIGNERMODE UND ACCESSOIRES
vestiairecollective.com
Vestiaire Collective – Online Markplatz für kuratierte Premium- und Luxusprodukte aus zweiter Hand in Europa

rebelle.com
REBELLE – Online Marktplatz für hochwertige Designermode im Secondhand-Bereich

vite-envogue.de
Vite EnVogue – Online-Shop für Premium High Fashion Secondhand Designermode sowie Schuhen, Handtaschen und Accessoires in Europa.

carou.com
carou – the secondhand concept ist ein Start-up im Bereich Fashion Re-Commerce.
Innovative Concept Stores für Secondhand & Vintage, die für jeden Style die passende Auswahl bieten. Motto: jedes Kleidungsstück hat eine zweite Chance verdient. Der Lebenszyklus und Nutzwert der einzelnen Stücke soll verlängert werden.

kleiderkreisel.de
KleiderKreisel – Community für Secondhand in Europa. Secondhand zur ersten Wahl zu machen, die Devise. Kleiderkreisel ist für jeden, der daran glaubt, dass hochwertige Kleidung lange leben sollte.

ubup.com
ubup – online Secondhand Shop mit umfangreichen Angebot an Mode und Accessoires von über 1500 verschiedener Marken von Low Budget Fashion bis hin zu Designer Mode. Jedes Teil wird über die Ankaufsplattform momox-fashion.de angekauft. Dort hat jeder die Möglichkeit, aussortierte oder nicht mehr passende Kleidung zu verkaufen. Auch hier wissen die Macher: Die bewusste Entscheidung für Gebrauchtes spart Ressourcen und schont die Umwelt.

therealreal.com
TRR The RealReal – gehandelt werden Designerkleidung bis hin zu teuren Schmuck und Uhren von highend Luxusmarken. Das Portal ist der erste Akteur im Bereich Fashion-Resale, der es an die Börse geschafft hat (2019).

poshmark.com
Poshmark – Online Marktplatz für Mode von über 5.000 Marken.

thredup.com
thredUP – gebrauchte Kleidung von über 35.000 Marken sowohl online als auch in über 100 thredUP Stores quer durch die USA. Die klare Botschaft: „Secondhand ist die Zukunft! Es gibt bereits genug tolle Klamotten auf diesem Planeten. Also, lasst sie uns tragen!“

>  UHREN
watchfinder.com
Watchfinder & Co. – Online-Marktplatz für Luxus-Uhren aus zweiter Hand. Spezialist für den Kauf und Verkauf gebrauchter Uhren. Die Luxus-Zeitmesse gibt es von über 50 Marken. Neben Boutiquen weltweit betreibt Watchfinder & Co. auch ein Hersteller-zertifiziertes Servicezentrum.

chrono24.de
Chrono24 – Globaler Online-Marktplatz für Luxusuhren. Weltweiter Handel hochwertiger Zeitmesser.

>  HANDTASCHEN
rebag.com
REBAG – Sell your bag! Das Unternehmen agiert nicht nur online, sondern hat mittlerweile etliche REBAG Retail Stores. Die exklusiven Boutiquen finden sich allerdings nur in großen US-Städten.

fashionphile.com
Fashionphile – Marktplatz für gebrauchte Luxus-Handtaschen und Schuhe. Exklusive Auswahl von seltenen und limitierten Handtaschen der begehrtesten Luxusdesignern.

>  SNEAKERS
stockx.com
StockX – seltene und limitierte Sneakers werden hier als Sammlerstücke oder sogar Anlageobjekt gehandelt. Die Plattform funktioniert wie eine Auktionsbörse: Verkäufer stellen Angebote ein, Käufer geben Gebote ab.

stadiumgoods.com
Stadium Goods – Online-Marktplatz für Premium Sneakers und Streewear mit Einzelhandelsgeschäften in New York.

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AufräumReise

Professional Organizing: Aufräumreise - Gastbeitrag von Verena Voigt M.A.

Auf zu den Basislagern der Zukunft…

Ein Gastbeitrag von Verena Voigt M.A.

Seit Mitte März 2020 ist Covid19 das Thema, das das Leben vieler Menschen neustrukturiert: es priorisiert Gespräche, Kontakte, Mobilität. Ich kenne keinen, der nicht wenigstens angefangen hat, aufzuräumen.

Ostern 2020 bedeutete für mich: Drei Tage, in denen sich meine Arbeitsbibliothek dringend neuordnen wollte. Keine leichte Aufgabe in Zeiten des FuturZwei. Alles und Nichts könnte in Zukunft wichtig gewesen sein. Also beschloss ich, die ProjektArchive erstmal nur zu „verschlanken“. Die zeitliche Chronologie nicht aufzulösen, sondern nur zu „rekonstruieren“. Es entstanden sieben (nur für mich sichtbare) unter sich verbundene ThemenLandschaften.

Mit den dahingehenden OsterStunden und -Gedanken machten mich die Dinge glücklich, die ich wiederfand. Ich erinnerte mich an vergangene Projekte und fand Bücher, die noch irgendwie gelesen werden wollten und Projekte, die noch realisiert werden müssen.

Unter den glücklichsten Fundstücken war das Redemanuskript von Harry Walter „Die Schönheit der Archive“ (Eröffnungsrede, BASIS KÜNSTLERARCHIV, Pulheim, 17.06.2013). Bei der Eröffnung war ich nicht dabei. Dennoch freute ich mich, dass die Metaphorik des „Basislager“ am Rande nächtlicher Recherchen zur Ausstellung „Katharina Hohmann: Inventur, Kunsthalle Osnabrück, 2019″ derzeit in mein PrivatVokabular gelangen konnte. Das Bergwandern mit der Option, im „Basislager“ auszuruhen, gefiel mir auch diesmal gut, weil es das Ästhetische nicht als Ziel, sondern als Weg beschrieb. Auch gab es mir etwas Trost, in diesem für mich ungewohnten reiseticketlosen Zeitabschnitt.

Professionelle Aufräumer*innen kennen das vielleicht: OrdnungSchaffen und Aufräumen entwickelt eine Dynamik und „arbeitet“ am Ende gegen die Schwerkraft der Möbel. Kurz gesagt: Irgendwann wollte ich einfach wissen, wie es ist, aus den Sitzgelegenheiten und dem Tisch eine „Raumlandschaft mit Aussichtpunkten“ zu schaffen. Vergleichbar der „Reise nach Jerusalem“ brachte ich das Sitzmobiliar in 360-Grad-Panorama-Stellung. Wie in einem Aussichtsturm probierte ich abwechselnd alle möglichen Perspektiven aus, zog Bücher aus den Regalen,  löste Chronologien und Projekte auf, fand ideale Zeitverläufe, die sich mit idealen Orten und Menschen verbanden, die sich untereinander zwar noch nicht kannten;  aber das kann sich ja noch ändern…

Ostern 2020 wird mir in Erinnerung bleiben. Ich selbst hatte schon fast vergessen, dass auch Ordnung Kraft und Raum für Konzentration und Reflexion – und vielleicht neue Netzwerke schaffen kann.

Verena Voigt M.A.
Kuratorin, Journalistin, Sammlerin
lebt und arbeitet in Potsdam und Malta

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Homeoffice

Professional Organizing: Homeoffice - 2x 7 Tipps für effizientes Arbeiten von Zuhause

2x 7 Tipps für effizientes Arbeiten von Zuhause

Ab ins Homeoffice! Zu Hause arbeiten. Den ganzen Tag. Auf unbestimmte Zeit. Für viele Freiberufler bereits Usus, für viele Selbständige und Beschäftigte ein Novum in einer Corona-Krisen-Zeit – der abrupte Wechsel ins Homeoffice eine Herausforderung.

Mit dem simplen Hinweis, von nun an die Arbeit von zu Hause aus zu erledigen, ist es natürlich nicht getan. Jedes Teammitglied und jede Teamarchitektur muss individuell auf die neue Situation eingestellt werden. Ein vernünftig eingerichteter Arbeitsplatz gehört ebenso dazu wie die virtuelle Teamarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten stressfrei zu gestalten.

Neben leistungsfähiger Technik wie PC oder Laptop, Bildschirm, Tastatur, Maus, Internetverbindung, W-LAN, Telefonanschluss, Drucker, Software und die Berücksichtigung rechtlicher Komponenten wie Datenschutz, Erstellung rechtsgültiger Dokumente etc. gibt es viele andere Komponenten für ein effizientes Arbeiten von Zuhause.

2x 7 Tipps

  1. Schaffen Sie Ordnung und Struktur!
    Nutzen Sie die Zeit, um aufzuräumen! Wenn der Arbeitsplatz auf einmal gleichzeitig ein Teil vom Zuhause ist, gilt es um so mehr Ordnung und Struktur zu haben. Die Ordnung der Räume gibt Ihnen sodann Kraft und Ruhe. Ein schöner Nebeneffekt: bei zukünftigen Videokonferenzen erleben Sie keine unangenehmen Überraschungen, die das Blickfeld der Kamera einfangen könnte.
  2. Definieren Sie klar Ihren Arbeitsplatz!
    Arbeiten und Wohnen unter einem Dach, in einer Wohnung – eine meist neue Situation. Um so wichtiger ist es, einen festgelegten Arbeitsbereich zu schaffen, zu definieren und einzuhalten. Dabei geht es nicht darum, einen perfekt eingerichteten Arbeitsraum mit geeigneter Beleuchtung zu haben. Dies ist in den meisten Fällen aus Platzgründen vermutlich ohnehin nicht machbar. Es geht vielmehr darum, einen festen „Raum“ zu definieren. Und wenn es nur ein Teil des Küchentisches ist…
  3. Verwenden Sie digitale Tools!
    Überwinden Sie abwehrende Gedanken zum Thema Digitalisierung. Sehen Sie das Homeoffice auch als digitale Weiterbildung und als zukunftsweisende Qualifizierung zur virtuellen Teamentwicklung.
    Damit die virtuelle Zusammenarbeit reibungslos funktioniert, brauchen Teams gut funktionierende digitale Werkzeuge. Sog. „Collaboration Tools“ können die Teamarbeit effizienter machen, den Austausch erleichtern und Teammitgliedern helfen, den Überblick zu behalten.
    Zoom als Tool für Videokonferenzen z.B. macht es in Meetings möglich, den Bildschirm mit anderen Teilnehmern zu teilen und ihnen Präsentationen oder Dokumente zu zeigen. Als Kommunikationsdienst für Teams steht Slack zur Verfügung. Beim managen einfacher Projekte und zur transparenten Arbeitsorganisation kann Trello weiterhelfen. Hier werden auf virtuellen Pinnwänden – Kanban-Boards – z.B. Fragen wie „Wer macht was bis wann? Was ist als Nächstes zu tun? Und welche Aufgaben sind bereits abgeschlossen?“ auf einen Blick beantwortet.
  4. Stellen Sie klar und deutlich Regeln auf!
    Stellen Sie klare Regeln für ihre Arbeitszeit und Erreichbarkeit auf und halten Sie diese ein!
  5. Seien Sie pünktlich!
    Berücksichtigen Sie: Pünktlichkeit ist bei virtueller Teamarbeit besonders wichtig.
  6. Bauen Sie so gut es geht Anonymität ab!
    Versehen Sie web-basierte Zusammenarbeit mit Fotos und Angaben zur Person!
  7. Bringen Sie Struktur in den Arbeitsalltag!
    Definieren Sie einen festen Zeitplan und entwickeln Sie Routinen!
  8. Focussieren Sie sich auf die Arbeit!
    Den Boden schrubben, die Spülmaschine ausräumen, die Wäsche bügeln… Wenn man sich erlaubt, während der Arbeitszeit die Grenze zwischen Zuhause und Arbeit zu verwischen, wird man Unwohlsein und stressvolle Stimmung ernten. Denn es gibt immer etwas, was noch in der Wohnung gemacht werde müsste. Grundsätzlich sollte gelten: Wenn ich arbeite, habe ich keine Zeit für andere Dinge. Jedes Familienmitglied sollte dieses beherzigen. Und dennoch: Üben Sie sich immer wieder, souverän und geduldig mit „Störungen“ umzugehen.
  9. Üben Sie sich in wohlwollender Kommunikation!
    Effektive Kommunikation ist der Eckpfeiler jeder funktionierenden Gruppe und besonders herausfordernd für räumlich getrennte Teams. Die virtuelle Situation: Informationen fließen statt in Meetings per Telefon- und Videokonferenz, statt auf Zuruf kommen Hinweise per Messenger. Führungskräfte müssen gerade in online-Teams verstärkt als besonnene Moderatoren fungieren.
  10. Schenken Sie Ihren Kollegen Vertrauen!
    Selbst wenn Führungskräfte ihre Teammitglieder voller Vertrauen ins Homeoffice entlassen, bedeutet das noch lange nicht, dass dieses Vertrauen auch unter den Teammitgliedern geteilt wird. Teammitglieder arbeiten dann voller Motivation, wenn sie den Sinn ihrer Arbeit und ihre Rolle im Team verstehen. So entsteht intrinsische Motivation, die Kontrolle im Homeoffice überflüssig macht.
  11. Entwickeln Sie Rituale, die Verbundenheit unterstützen!
    Ein Aspekt, der durch räumliche Trennung besonders leidet, ist der Teamgeist und das Gefühl von Verbundenheit. Mitarbeiter können sich bereits nach kürzester Zeit von Team und Unternehmen entkoppelt fühlen. Persönliche Bindungen entstehen meist durch den kurzen Austausch vor einem Meeting oder an der Kaffeemaschine. Diese Dinge passieren im Büroalltag so ganz nebenbei. Daher neben Sie sich im Homeoffice ganz bewusst Zeit für einen „virtuellen Kaffeeklatsch“.
  12. Machen Sie bewußt Pausen und gestalten Sie diese an der frischen Luft!
    Das Homeoffice mit frischer Luft zu unterbrechen und den Kreislauf in Bewegung zu bringen ist wichtig, um den „virtuellen“ Arbeitstag stressfrei und angenehm zu gestalten. Ohne die Nähe von Kollegen, die oft eine Pause vom Arbeitsalltag bieten können, sind Spaziergänge oder Radfahren eine gute Möglichkeit, sich zu erholen.
  13. Kleiden Sie sich in einem schönen Gewand!
    Kleiden sie sich so, als ob Sie ins Büro gehen würde. Lockere Kleidung ist zwar OK; den ganzen Tag in Jogginghose vor dem PC zu hocken, ist für die Stimmung jedoch nicht förderlich. Probieren Sie es selbst aus, was das mit ihrer inneren Haltung macht.
  14. Machen Sie aus der Krise eine Chance!
    Legen Sie jetzt den Grundstein für einen gesunden Umgang mit Krisensituationen. Wie stellt sich die gesamte Situation in einem Jahr da? Welche alten Phänomene haben sich aufgelöst, welche neuen Möglichkeitsräume haben sich eröffnet?

    Weitere Tipps & Impulse auch unter: Selbstmanagement

Angebot: Und wenn Sie bei den jetzigen Herausforderungen nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren. Ich berate Sie, leite Sie an und motiviere Sie. Rufen Sie mich unverbindlich an! Das telefonische Erstgespräch (ca. 15 min.) biete ich Ihnen kostenfrei an. Ich freu mich auf Ihren Anruf! Telefon: +49 (0)162/ 27 94 702

# N E U
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