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Vorbild sein!

Verhaltensmuster erkennen und ändern

Vorbilder prägen unsere eigene Ordnungsstruktur. Vorbilder geben uns Orientierung, Sicherheit und Motivation – auch und gerade beim Aufräumen. Um selbst ein solcher „Leuchtturm“ zu werden, müssen Sie nicht gleich zum Aufräum-Profi mutieren. Ergreifen Sie jedoch die Chance, positiven Einfluss auf Ihr Umfeld auszuüben.
Was leben Sie als Führungskraft Ihren Mitarbeitern vor?
Was leben Sie als Eltern Ihren Kinder vor?
Vorbilder inspirieren, leiten an und geben ein gutes Beispiel – ob die Führungskraft ihrem Team oder Eltern Ihren Kindern.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…
Wer führt, sollte Vorbild sein! Und das gilt in allen Situationen, in welchen Menschen zusammen arbeiten und leben. Ob in Politik, Wirtschaft oder in der Familie – wenn Sie selbst ihr Arbeits- und Wohnumfeld aufgeräumt halten, werden es Ihre Mitarbeiter oder Familienmitglieder Ihnen gleich tun. Führungskräfte, die eine Vorbildfunktion einnehmen, können so bei den Mitarbeitern einiges bewirken. Vorbildliches Verhalten bezüglich einer klaren Struktur im Arbeitsprozess läßt nicht nur die Arbeit leichter von der Hand gehen, es sorgt für eine gesunde Arbeitsatmosphäre. Wer ein Meeting mit einer klaren Struktur moderiert, wird auf jeden Fall ein klares Ergebnis erhalten. Eltern, die eine klare Struktur im Haushalt vorleben, zeigen ihren Kindern spielerisch die Vorteile aufgeräumt zu sein.
Und das alles bitte ohne pedantisch zu sein oder von einem Putzfimmel getrieben zu werden – einfach nur aufgeräumt sein und die Dinge im Umfeld würdigen. Jeder kann etwas tun: Werden Sie ab heute Vorbild!

Tipp: Gedankenspiel
Sensibilisieren Sie Ihre Wahrnehmung bezüglich Ihres Aufräum-Verhaltens: Was ist Ihnen vorgelebt worden? Was leben Sie vor?
Welche Muster erkennen Sie? Welche möchten Sie ändern?

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P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Putzen als Meditation

Von der nervigen Last zum reinigenden Ritual

Wer kennt das nicht: Das gebrauchte Geschirr türmt sich in der Küche, die Krümmel auf dem Fußboden knirschen unter den Fußsohlen, neben den Papierstapeln auf dem Schreibtisch erwachen die Staubmäuse ebenso zum Leben wie in den Ecken von Büro und Wohnung, die Fensterscheiben möchten auch nicht mehr den Durchblick gewähren, die digitalen Geräte scheinen den Schmutz besonders gut anzuziehen und die Büroküche lebt nach dem Motto TEAM „Toll, Ein Anderer Macht’s“.

Was strengt uns eigentlich am Putzen so an? Was läßt uns nicht so wirklich Lust und Freude am Saubermachen empfinden? Zu gerne geben wir das Putzen sogar in fremde Hände. Aber tun wir uns damit  einen Gefallen? Tut uns das wirklich gut? Entlastet es uns wirklich?

Putzen als wertvolle Zeit begreifen
Perspektivwechsel: Putzen. Was ist das eigentlich?
Betrachten wir Reinlichkeit und Ordnung aus einer anderer Perspektive, so kann Putzen durchaus als wertvolle Zeit begriffen werden. Das Saubermachen von Dingen bedingt einen achtsamen und bewussten Umgang mit den Dingen – eine Art Respekt vor den Dingen stellt sich ein. Mit einer wachsamen Einstellung ist Saubermachen kein belastender Stress, sondern eine wohltuende Routine, die auch den Geist klärt und die Gedanken ordnet und aufräumt. Putzen ist somit keine lästige Pflicht oder nervige Last, sondern wird zum reinigenden Ritual. Das Umfeld um uns herum sauberzuhalten, läßt uns auch innerlich zur Ruhe und Klarheit kommen. Und beachten Sie: die Wertschätzung den Dingen gegenüber ist die Wertschätzung die auch wir uns entgegenbringen! Wagen Sie sich, Ihre Einstellung zu Ordnung und Hygiene zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern!

Tipp: Putzen als Meditation
Betrachten Sie das Putzen als Meditation und tun Sie es buddhistischen Mönchen gleich, die das Saubermachen zur klärenden Routine werden lassen!

Literaturtipp: Keisuke Matsumoto: Die Kunst des achtsamen Putzens. Wie wir Haus & Seele reinigen. München 2015 (Originalausgabe: Tokio 2011)

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Aufräum-Shopping

Shoppen Sie sich den Weg frei!

Das Sideboard im Flur verschwindet unter der täglichen Post, Zeitschriften und Magazine stapeln sich auf Stühlen, Flipcharts der vergangenen Teamsitzungen liegen unmotiviert auf dem Boden, die Bohrmaschine liegt seit dem letzten Einsatz vor einem 1/2 Jahr unsichtbar tief unter einem Schrank, Kleider lagern gefühlt seit Wochen auf dem Sofa, Altglas und Altpapier machen sich in einer Ecke breit, etliche herumliegende Sportgeräte erinnern an gescheiterte Vorsätze „mal sportlich aktiv werden zu wollen“ und lösen unbewußt Schuldgefühle aus, die Akten- und Papierberge im Arbeitszimmer werden immer größer und spiegeln die Qual unliebsamer Arbeitsvorgänge, ach ja, und der Osterschmuck hat auch einen Platz irgendwo im Raum gefunden – wenn einmal wieder zuviel „Kram“ herumliegt, breitet sich Unbehagen aus.

Die klare Vorstellung wie Sie ihren Wohn- und Arbeitsraum gerne gestalten würden, verliert sich in der Unübersichtlichkeit der Situation. Und wenn Sie nichts mehr wieder finden können, bremst dieser Zustand die Motivation, überhaupt etwas anpacken und loslegen zu wollen. Unzufriedenheit und Ratlosigkeit ist das Resultat, der freie Fluß von Raumenergie und Luftzirkulation ist blockiert!

Räumen Sie sich den Weg frei!
Räumen Sie sich Ihren Weg frei!

Tipp: Aufräum-Shopping
Gehen Sie 1x im Monat durch Ihr Arbeits- und Wohnumfeld, und shoppen Sie in Ihrem eigenen Fundus von Dingen!
Wählen Sie folgende Dinge heraus:
7 Dinge, die Sie wegwerfen, verschenken oder spenden möchten
7 Dinge, die Sie wegräumen können
7 Dinge bzw. Vorgänge, die Sie schon lange erledigen wollen
Dinge, die sofort erledigt werden können, werden sofort erledigt, die anderen Dinge oder Vorgänge im Laufe des Monats!

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Entscheidungen treffen

Das Geheimnis der guten Wahl

Alltäglich sind wir damit konfrontiert, Entscheidungen zu treffen:
die Qual der Wahl vor dem Kleiderschrank, beim Einkauf, bei der Urlaubsplanung, bei Meetings, bei der Zuammensetzung von Teams, bei der Wahl von analogen und digitalen Ordnungssystemen oder während einer Aufräumaktion! Permanent entscheiden wir. Je mehr es zu bedenken gibt, desto mehr denken wir nach und wägen wir ab. Um so wichtiger ist es, daß die Entscheidungsfindung leicht fällt und wir unsere Entscheidungskompetenz trainieren.
Aber nach welchen Kriterien und vor allem, wie entscheiden wir? Mit Herz und Verstand, mit Intuition oder genauer Analyse, mit Pendel oder Glaskugel?

Es gibt viele Gründe, warum wir uns nicht oder nur schwer entscheiden können: Wir haben Angst vor den Konsequenzen und der Verantwortung und wollen hundertprozentig sicher sein, uns für die richtige Alternative zu entscheiden. Und das fällt in einer Zeit besonders schwer, in welcher die Auswahlmöglichkeiten für jede Lebens- und Arbeitssituation immens groß sind. Selbst wenn man eine gute Wahl getroffen hat: der Zweifel, ob nicht noch eine bessere Variante möglich gewesen wäre, meldet sich.

Sie leben leichter, sich genau diesem Druck nicht auszusetzen: die absolut richtige Entscheidung treffen zu wollen. Es gibt in diesem Sinne kein richtig oder falsch. Vieles müssen Sie erst ausprobieren, um zu wissen, ob es für Sie geeignet ist.

Bewusste Denkarbeit oder Intuition
Schachprofis sind Meister der erlernten Intuition. Sie erkennen unbewußt bis zu 50.000 Spielstellungen, was sie blitzschnell entscheiden läßt. Weniger das Bedenken, Analysieren und Auswerten millionenfacher Möglichkeiten von Spielvarianten führt zur Entscheidung, sondern vielmehr ihre Intuition.

Die Kompetenz unseres Unbewussten wird unterschätzt. Unser Unterbewusstsein nimmt nämlich viel früher als unser Bewusstsein wahr, was richtig für uns ist. Vertrauen Sie also Ihrer Intuition! Denn intuitive Bauchentscheidungen sind in der Regel „richtiger“ als rationale Entscheidungen.

Bedenken Sie: bei zukunftsoffenen Entscheidungen kommt es nicht auf die sachliche Richtigkeit, sondern auf den Grad Ihrer emotinalen Verbundenheit, Ihrer Überzeugung an.

Das Sammeln, Sichten und Abwägen von Argumenten im Entscheidungsprozess verleiht uns zwar ein Gefühl der Sicherheit, die beste Strategie für erfolgreiche Entscheidungen aber ist: Üben Sie sich, intuitiv zu entscheiden und zu handeln! Vertrauen Sie Ihrer Intuition! Entscheiden Sie sich und gestalten Sie Ihr Leben!

Tipp: 7-7-7 Regel
Eine kleine Hilfe, um Konsequenzen einer Entscheidung besser einschätzen und somit leichter Entscheidungen treffen zu können:
Stellen Sie sich – bevor Sie eine Entscheidung treffen – die Frage,
welche Auswirkungen hat Ihre Entscheidung auf Sie und Ihr Leben in den nächsten 7 Tagen – 7 Monaten – 7 Jahren?

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Downsizing

Vom Größeren zum Kleineren

„Und eines Tages fällt dir auf, dass du 99% nicht brauchst. Du nimmst all den Ballast und schmeißt ihn weg. Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck,“ singt die Liedermacherin Stefanie Kloß (Silbermond). Das macht Mut und liegt im Trend der Zeit! In jungen Jahren ist die Entscheidung, minimalistisch leben zu wollen eher eine Lebensphilosophie, im Alter jedoch wird es meist zur Notwendigkeit, sein Hab & Gut zu reduzieren.

Das eigene Haus oder die geräumige Wohnung kann besonders im Alter zu einer körperlichen, emotionalen und auch finanziellen Belastung werden. Das Wohnumfeld zu verkleinern und damit sich von liebgewonnen Dingen trennen zu müssen, empfinden die Betroffenen meist als unangenehme Veränderung und großen Einschnitt im Lebensalltag. Veränderungen im Leben zu meistern, sind für die meisten Menschen eine Herausforderung. Nicht nur im Alter fällt es schwer, vertraute Gewohnheiten zu verlassen und Neues zu wagen.

Ein Lebensabschnitt geht zu Ende, ein neuer Lebensabschnitt beginnt!
Weniger Platz bedeutet, weniger Gegenstände haben zu können und  den Besitz zu reduzieren. Im englischsprachigen Raum wird u.a. der Prozess der Verkleinerung Downsizing genannt. Ziel ist es, die eigene Wohnung oder das eigene Haus den veränderten Lebensbedürfnissen im Alter, einem altersgerechten Wohnen, anzupassen. Der Prozess des Downsizing hat somit eine viel treffendere Formulierung verdient: Rightsizing – ein Vorgang, der die Wohnsituation wohltuend an die Lebensumstände anpasst – das passende Maß, um das Leben angenehm zu machen.

Keine Angst haben, sich von Dingen zu trennen und Neues zu gestalten!
Bedenken Sie: ein Wohnumfeld, das Sie selbst in Ordnung und sauber halten können, gibt Ihnen auch im Alter ein gutes Gefühl der Unabhängigkeit. Eine der wichtigsten Regeln hierbei: die Dinge behalten, die im Leben „Freude machen“. Ob altersgerechte Möbel oder barrierefreie Walk-In-Dusche: gestalten Sie sich Ihre Wohnumgebung so, daß diese Ihnen gut tut und sie nicht überfordert. Dann haben Sie Zeit für die wesentlichen Dinge im Alter, können in ihrem individuellen Rhythmus das Leben genießen und mit „leichtem Gepäck“ reisen.

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