Aufgeräumtes Leben

Professional Organizing: Lebenszug

Lebenszug gestalten

Das Leben ist wie eine Reise im Zug. Wir steigen immer wieder ein und aus. Menschen begleiten uns – manche eine längere Strecke, manche nur eine Weile, eine Station lang. Jeder Aufenthalt ist anders: mal belanglos, mal mit Überraschungen. Ab und an klingt sich ein Bremswaggon an unseren Lebenszug. Mitunter werden wir dadurch scharf ausgebremst und/ oder wir erkennen die nächste vor uns liegende Weiche durch eine langsamere Fahrt deutlich besser.

Wo befinde ich mich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie sieht mein Lebenszug aus? Wo bin ich bzw. bin ich nicht authentisch? Was will ich wirklich?

Bringen Sie Klarheit in ihr Leben!
Das vorliegende Arbeitsblatt hilft Ihnen, Ihren persönlichen Lebenszug zu reflektieren. Die Fragen geben Impulse und dienen der Denkunterstützung. Notieren Sie sich ihre Antworten auf dem Arbeitsblatt und legen Sie es zur Seite. Nach einer gewissen Zeit holen Sie es erneut hervor und schauen, wie und was sich bei ihrem persönlichen Lebenszug verändert hat. Ziel ist es:

  • in die eigene Kraft zu kommen und ohne Zweifel sich durch sich selbst und nicht durch Dinge zu identifizieren
  • mit der gewonnen Klarheit das Leben freudig zu gestalten
  • Entscheidungen aus einem klaren, aufgeräumten Geist zu treffen.

Impulsfragen
Wo befinde ich mich?
Wo sind meine Haltepunkte?
Wo sind meine Umsteigepunkte?

Wo komme ich her?
Wo will ich hin?
Was sind meine Ziele?

Was halte ich gefangen?
Wo sind Weichen?
Wo sind Signale?

Was bremst mich?
Was motiviert mich?
Was begeistert mich?

Welche Beziehungen habe ich?
Welche „Ärzte“ habe ich?
Welche Mentoren begleiten mich?

Wo und was ist meine Energie?
Wo und wie schöpfe ich Energie?

Tipp: Lebenszug
Wiederholen Sie diese Übung zur Reflexion immer dann, wenn Ihre Kräfte zu schwinden scheinen! Sie werden überrascht sein, wie sich Ihr Leben immer leichter gestaltet und Sie freier und bewußter in Ihrem Tun werden!
Arbeitsblatt: Themenfeld #11  Lebenszug (in pdf-Format)

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P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

AufräumReise

Professional Organizing: Aufräumreise - Gastbeitrag von Verena Voigt M.A.

Auf zu den Basislagern der Zukunft…

Ein Gastbeitrag von Verena Voigt M.A.

Seit Mitte März 2020 ist Covid19 das Thema, das das Leben vieler Menschen neustrukturiert: es priorisiert Gespräche, Kontakte, Mobilität. Ich kenne keinen, der nicht wenigstens angefangen hat, aufzuräumen.

Ostern 2020 bedeutete für mich: Drei Tage, in denen sich meine Arbeitsbibliothek dringend neuordnen wollte. Keine leichte Aufgabe in Zeiten des FuturZwei. Alles und Nichts könnte in Zukunft wichtig gewesen sein. Also beschloss ich, die ProjektArchive erstmal nur zu „verschlanken“. Die zeitliche Chronologie nicht aufzulösen, sondern nur zu „rekonstruieren“. Es entstanden sieben (nur für mich sichtbare) unter sich verbundene ThemenLandschaften.

Mit den dahingehenden OsterStunden und -Gedanken machten mich die Dinge glücklich, die ich wiederfand. Ich erinnerte mich an vergangene Projekte und fand Bücher, die noch irgendwie gelesen werden wollten und Projekte, die noch realisiert werden müssen.

Unter den glücklichsten Fundstücken war das Redemanuskript von Harry Walter „Die Schönheit der Archive“ (Eröffnungsrede, BASIS KÜNSTLERARCHIV, Pulheim, 17.06.2013). Bei der Eröffnung war ich nicht dabei. Dennoch freute ich mich, dass die Metaphorik des „Basislager“ am Rande nächtlicher Recherchen zur Ausstellung „Katharina Hohmann: Inventur, Kunsthalle Osnabrück, 2019″ derzeit in mein PrivatVokabular gelangen konnte. Das Bergwandern mit der Option, im „Basislager“ auszuruhen, gefiel mir auch diesmal gut, weil es das Ästhetische nicht als Ziel, sondern als Weg beschrieb. Auch gab es mir etwas Trost, in diesem für mich ungewohnten reiseticketlosen Zeitabschnitt.

Professionelle Aufräumer*innen kennen das vielleicht: OrdnungSchaffen und Aufräumen entwickelt eine Dynamik und „arbeitet“ am Ende gegen die Schwerkraft der Möbel. Kurz gesagt: Irgendwann wollte ich einfach wissen, wie es ist, aus den Sitzgelegenheiten und dem Tisch eine „Raumlandschaft mit Aussichtpunkten“ zu schaffen. Vergleichbar der „Reise nach Jerusalem“ brachte ich das Sitzmobiliar in 360-Grad-Panorama-Stellung. Wie in einem Aussichtsturm probierte ich abwechselnd alle möglichen Perspektiven aus, zog Bücher aus den Regalen,  löste Chronologien und Projekte auf, fand ideale Zeitverläufe, die sich mit idealen Orten und Menschen verbanden, die sich untereinander zwar noch nicht kannten;  aber das kann sich ja noch ändern…

Ostern 2020 wird mir in Erinnerung bleiben. Ich selbst hatte schon fast vergessen, dass auch Ordnung Kraft und Raum für Konzentration und Reflexion – und vielleicht neue Netzwerke schaffen kann.

Verena Voigt M.A.
Kuratorin, Journalistin, Sammlerin
lebt und arbeitet in Potsdam und Malta

# N E U
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Selbstmanagement

Professional Organizing: Selbstmanagement - Manage Dich selbst!

Manage Dich selbst!

Überlastet, gestresst und am Ende der Kräfte – viele Arbeitnehmer beschreiben so das Resultat ihres Arbeitsalltags und gehen völlig ausgelaugt in den Weihnachtsurlaub. Die Freude über die kleine „Auszeit zwischen den Tagen“ verpufft schnell, das Hamsterrad beginnt von Neuem.
Wer seinen eigenen Arbeitsalltag besser in den Griff bekommen will und stressfreier arbeiten möchte, sollte seine Arbeitsweise und  individuellen Arbeitsstil überdenken. Das vor uns liegende Jahr bietet sich an, neue Wege zu gehen. Nehmen Sie Ihren eigenen Arbeitsalltag bewusst in die Hand und gestalten Sie diesen aktiv!

Tipps & Impulse zum Selbstmanagement:

  • Haben Sie Mut zur Veränderung!
  • Gehen Sie wertschätzend mit sich um und achten Sie auf Ihre Bedürfnisse!
  • Sorgen Sie für Ordnung! Eine klare äußere Ordnung im Arbeitsumfeld (z.B. der Schreibtisch) unterstützt die innere Ordnung.
  • Bekommen Sie Ihren Kopf frei! Integrieren Sie regelmäßiges Braincleaning in Ihren Alltag!
  • Achten Sie auf gehirngerechte Arbeitsweise!
  • Kombinieren Sie digital und analog! (Schreiben von Hand fördert Kreativität.)
  • Machen Sie sich Ihrer Ziele bewußt und definieren Sie diese klar!
  • Lernen Sie, NEIN zu sagen!
  • Erledigen Sie öfter Aufgaben gut statt perfekt!
  • Kalkulieren Sie mit Pufferzeiten! Regel: ca. 60% der (täglichen) Arbeitszeit verplanen – ca. 40% Pufferzeit.
  • Planen Sie auch Pausen und lassen Pausen nicht sausen!
  • Üben Sie sich im Fokussieren! Konzentrieren Sie sich uneingeschränkt auf den Moment/ auf eine Aufgabe! (Beachte: Multitasking ist ein Mythos!)
  • Gehen Sie sensibel mit Ihrer Zeit um! (Beachte: Zeitdiebe)
  • Sorgen Sie regelmäßig für kleine Entspannungsräume!
  • Halten Sie Ihr Leben in Balance!

Tipp: Einfach machen!
Gehen Sie kleine Schritte, aber beginnen Sie…

Ich wünsche allen ein aufgeräumtes, neues Jahr 2020!

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Braincleaning

Professional Organizing: Braincleaning - Gedanken Raum geben & aufräumen

Gedanken Raum geben & aufräumen

Unerledigte Dinge verfolgen uns im Kopf und können unser Tun, Handeln und Denken erheblich blockieren. Unser Gehirn strebt danach, Dinge und Arbeitsvorgänge zu Ende zu führen. Während wir Abgeschlossenes gut vergessen und als „erledigt“ ablegen können, entwickeln unerledigte Aufgaben, Sorgen und unterdrückte Gefühle ein teils mächtiges Eigenleben.

Wenn wir ständig überlegen, woran wir denken müssen, wird der Arbeitsspeicher im Kopf knapp. Vergleichen Sie das Gehirn mit einem Computer: Werden zu viele Programme gleichzeitig geöffnet, ist der Arbeitsspeicher schnell überlastet. Das Schließen unnötiger Programme schafft wieder Kapazitäten – der Kopf wird wieder frei, klare Gedanken können gefasst werden.

Nutzen Sie die kommende Zeit, um zu entschleunigen!
Möglichst viel in möglichst kurzer Zeit möglichst gleichzeitig erledigen – ein Phänomen unserer Zeit. Obgleich wir u.a. durch technische Erfindungen Zeit gewinnen müßten, geht uns diese scheinbar mehr und mehr verloren. Wir fühlen uns gehetzt und getrieben.
Braincleaning ist eine simple Technik, um den Kopf wieder frei, Ordnung und Klarheit zu bekommen. Und das ohne Regeln, ohne sich Gedanken über ein Konzept oder System zu machen. Alles, was Sie dafür brauchen, sind 15 Minuten Zeit, einen ruhigen Ort, Stift und Zettel.

Gedanken aufschreiben & skizzieren
Schreiben Sie alles auf, was ihnen durch den Kopf geht. Dabei können Sie die Gedanken in Worte fassen oder ein Bild dazu skizzieren:

  • Aufgaben (beruflich, privat)
  • Ängste, Sorgen, Nöte
  • Probleme, Ärgernisse
  • Wünsche, Träume, Sehnsüchte
  • Ideen, Fragen

Breaktime
Legen Sie die erstellten Notizen zur Seite und nehmen Sie diese zu einem späteren Zeitpunkt zur Hand! Eine Nacht darüber schlafen, ein kurzer Spaziergang bringt genügend Abstand.

Gedanken reflektieren & sortieren
Mit einer gewissen Distanz entwickeln Sie automatisch einen neuen Blickwinkel auf die Dinge. Sie erkennen, womit Sie sich gedanklich besonders beschäftigen. Reflektieren Sie Ihre Notizen:

  • Was davon ist wirklich wichtig?
  • Was möchten Sie in die Tat umsetzen?
  • Welche Sorgen sind vielleicht gänzlich unbegründet?

Tipp: Routine
Integrieren Sie Braincleaning als Routine in Ihren Lebensrhythmus. Um sich in der Methode zu üben, wende Sie diese auch in den Momenten an, in denen Sie keine Überforderung verspüren!

Ich wünsche allen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

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Fit for Tiny

Wohnen auf kleinem Raum

Sich verkleinern, effizienter, umweltfreundlicher und autarker werden – die Tiny House-Bewegung ist im vollem Gange. Minihaus-Siedlungen liegen im Trend. Neben der Kostenreduktion geht es bei der alternativen Wohnmöglichkeit vor allem um ein nachhaltiges Wohnen und Leben.

Anders leben
Wer will nicht so unbeschwert leben wie einst Peter Lustig, der bereits in den 1980er Jahren in der Kinderfernsehsendung Löwenzahn in einem ausgebauten Bauwagen sein Leben erfinderisch gestaltete und Jung und Alt in seine bunte, fröhliche Welt entführte und inspirierte. Klar, „das war doch nur eine Kindersendung“, werden die Einen sagen. Dennoch scheint diese Art zu leben – wenn auch minimalistisch – die Sehnsüchte vieler Menschen anzusprechen.

„Einfach gemeinsam leben“, so das Credo der Tiny-Fans. Dabei können Tiny Houses oder auch Mikro- und Minihäuser nicht nur ein Puzzleteil zur Lösung der Wohnungsnot sein. Es ist ein Trend, der Menschen die Möglichkeit gibt, sich individuell zu entfalten – losgelöst von der teils erdrückenden Menge von Dingen, die wir in unserem Leben so angehäuft haben. Sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, Leben frei gestalten zukönnen – ein tiefgreifender, erfrischender Nebeneffekt. Die architektonischen Ideen zur gelebten neuen Bescheidenheit sind mannigfach – ästhetisch und praktisch zugleich.

Zeitgemäße Siedlungspolitik
In Deutschland gibt es umfassende rechtliche Voraussetzungen, die bei der Nutzung von Tiny Houses erfüllt sein müssen. Doch diese Hürden der bestehenden Wohn- und Bauvorschriften sind hoffentlich bald Vergangenheit und werden zeitnah, experimentierfreudig, zukunftsweisend angepasst. „Zu Gunsten des Lebens in mobilen Kleinwohnformen auf Flächen, die nicht als Baugrund ausgewiesen sind, aber weder landwirtschaftlich genutzt werden, noch einen besonderen Schutz der Natur erfordern“, so ist es bei engagierten Menschen zu lesen.

Die Small House Society, eine 2002 gegründete US-amerikanische Vereinigung, sind bereits gut vernetzt. Ihr Anliegen ist es, die Erforschung, Entwicklung und Nutzung kleinerer Wohnräume zu unterstützen, die nachhaltiges Wohnen von Einzelpersonen, Familien und Gemeinschaften weltweit fördern. Ein Lichtblick!

Fit for Tiny
Die Diskussion über die ökologischen, ökonomischen und psychologischen Folgen, die ein „übermäßiges Wohnen“ (excessive housing) für unser Leben mit sich bringt ist vielleicht neu und auch unbequem. Leben in einem Tiny-House bedeutet mit wenig Dingen zurecht zukommen. Hohe Effizienz, Sauberkeit und Ordnung sind unabdingbare Faktoren zur erfolgreichen Umsetzung.

Das Tiny House-Movement ist mit einem Downsizing bzw. „Gesundschrumpfen“ (Rightsizing) verbunden. Materiell zu entschlacken und die richtige Hausgröße für sein Leben und seinen Komfort zu finden, eine Herausforderung. Aber es lohnt sich! Wenn wir es nicht versuchen, können wir auch nicht erfahren, wie sich diese neue Wohnform anfühlt. Vielleicht ist es wie in der Fastenzeit: Keine Angst davor zu haben, auf etwas verzichten zu müssen, sondern sich darauf zu freuen, mit was man beschenkt wird!

Tipp: Experiment Tiny
Stellen Sie sich vor, dass Sie versuchsweise für drei Monate in ein Tiny House ziehen. Gehen Sie durch Ihre Wohnung. Welche Dinge würden Sie auf jeden Fall mitnehmen wollen?

Literatur-Tipp:
Mimi Zeiger: Neue winzig kleine Häuser. München 2012.
Ein tolles Buch, das zeigt, wie ästhetisch, praktisch und ökologisch Downsizing sein kann.

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