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Innere Einkehr halten

Innere Einkehr halten

Geist & Seele aufräumen

Innere Einkehr heißt Selbstbesinnung: Innehalten, sich Zeit nehmen zur Orientierung, Dinge zu überdenken und einzuordnen, die eigene Lebens- und Arbeitssituation zu überprüfen, Schritte zu planen.

Stille ist zu einem kostbaren Gut geworden
Besonders zum Jahresende scheint die Welt in Trubel und Hektik zu verfallen: Jahresabschlüsse wollen gemacht werden, etliche Termine werden „auf den letzten Drücker“ vereinbart, als ob mit Jahresende die Zeit zu Ende ist und dann noch die ganzen Weihnachtseinkäufe und die Vorbereitung für die Feiertage – die Welt wird laut! Innere Einkehr halten und zur Ruhe kommen – wer sehnt sich nicht danach angesichts vielfältiger Beanspruchung in Familie, Beruf und Freizeit.

Inneres Aufräumen
Lenken wir die Aufmerksamkeit ins Innere und begreifen wir die Adventzeit als Ankunft! Das Ankommen in uns! Auch wenn es sich einfach anhört, so kann dieser Weg nach Innen sehr laut sein. Vieles, was sich im Laufe des Jahres angehäuft hat, gilt es mental aufzuräumen. Die Stille hilft uns dabei. Wenn wir still werden, kommen wir in Berührung mit dem Wesentlichen des Seins.
Wir dürfen die Kraft der Stille erleben, die leisen Impulse des Lebens spüren, uns mit dem Inneren verbinden! Auch wenn es anstrengend ist und einiger Übung bedarf: Innehalten lohnt sich also! Wir werden feinfühlig und hellhörig und spüren, wie die Stille uns regeneriert, heilt und mit neuer Kraft erfüllt. Was für ein tolles Geschenk!
Beginnen wir immer und immer wieder dem Zarten und Leisen in unserem Leben zu begegnen und kleine Oasen der Stille im täglichen Leben zu finden! „Wenn man trübes Wasser in Ruhe lässt, wird es wieder klar“, lehrt uns der chinesische Philosoph Laotse.

Ich wünsche allen stille, wohltuende Momente!

Tipp: Nutzen Sie die Adventszeit, das Innehalten zu üben!
Geniessen Sie besinnliche Abende bei mildem Kerzenschein. Entscheiden Sie sich öfter einmal für einen fernsehfreien Abend und schalten Sie Computer, Handy und das Radio aus. Lassen Sie stattdessen die Stille den Raum durchdringen und tanken Sie Kraft. Schweigen, Stille und Nichtstun gelten übrigens als die besten Heilmittel für Körper, Geist & Seele.

Aktuelle Tipps und Aufräum-Impulse finden Sie auch auf meinen Instagram-Seiten.

P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Fast Fashion

Mode. Macht. Wirtschaft.

Fast Fashion ist eine Unternehmensstrategie mit dem Ziel in hoher Frequenz neue Mode in die Geschäfte zu bringen. Umfaßte früher ein Modejahr zwei Zyklen (eine Frühjahr/ Sommer- und eine Herbst/ Winterkollektion), so erscheinen mittlerweile bei nicht wenigen Labels mehr als 12 Kollektionen im Jahr. Die Produktionsdauer hat sich von 2-3 Monaten auf wenige Tage reduziert.

Mode belastet Umwelt und Gesundheit
Die Modebranche produziert pro Jahr 80 Milliarden Kleidungsstücke und liegt damit in Sachen Umweltverschmutzung auf Platz zwei – direkt nach der Erdölindustrie. Und die Strategie der Modeindustrie geht auf: Wir lassen uns animieren und verleiten. Wir kaufen mehr Kleidung, als wir tatsächlich benötigen. Wen wundert es, daß weltweit jährlich Millionen Tonnen von Klamotten auf den Müllhalden landen.

Slow Fashion – Fair Fashion
Internationale Fashion-Aktivisten fordern eine neue Mode mit ethischen Grundsätzen. Slow Fashion ist nicht nur der Gegenentwurf zur Fast Fashion. Slow Fashion ist ein Bewusstsein, eine Haltung, die sich alle Beteiligten der Modebranche zu Eigen machen können: Designer, Produzenten und Käufer.
Designer, die bereits bei ihren Entwürfen für die Umsetzung mit innovativen, nachhaltigen Fasern mitdenken. Produzenten, die lokale Manufakturen mit der Produktion beauftragen und so die Arbeitsbedingungen mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen und fairen Löhne vor Ort im Auge halten können. Und nicht zuletzt die Käufer, die mehr auf Qualität als Quantität setzen, weniger konsumieren, sich um nachhaltige Alternativen bemühen und bereit sind, gegebenenfalls auch höhere Preise für Kleidung zu zahlen.

Capsule Wardrobe
Wer will das nicht – einen Kleiderschrank voller Lieblingsteile, die man nach Lust und Laune kombinieren kann. Das Prinzip der Capsule Wardrobe: die Klamotten im Kleiderschrank auf ein paar essenzielle modeunabhängige Kleidungsstücke reduzieren – und damit einem bekannten Problem entgegenzuwirken: dem Gefühl, vor einem Berg von Klamotten zu stehen und trotzdem zu meinen, nichts anzuziehen zu haben. Weniger ist mehr, ist die Devise. Dabei wird der Kleiderschrank so optimiert, dass am Ende nur eine bestimmte Anzahl an Kleidungsstücken übrig bleibt, die wirklich gefallen und gut kombinierbar sind. Wie viele Teile das sind, variiert und hängt von den jeweiligen Bedürfnissen ab. Eine gute Mischung zwischen Basics und Statements machen die Outfits abwechslungsreich und individuell. Die Idee einer Capsule Wardrobe vereinfacht das Leben und hilft gegen überfüllte Kleiderschränke. Wir gehen bewußter mit der Wahl und dem Kauf von Kleidungsstücken um und sind aufgeräumt. Und wir können dazu beitragen, die immensen Klamottenberge einer Konsumgesellschaft zu minimieren.

Tipp: Gedankenspiel
Wieviele Kleidungsstücke brauchen wir, um zufrieden zu sein?
Welche ziehen wir wirklich gerne an?
Welche liegen eigentlich nur im Schrank und werden nicht mehr angezogen?

Sendetipp:
Eine andere Mode ist möglich – Dokumentation Frankreich 2016 – arte

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P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Vorbild sein!

Verhaltensmuster erkennen und ändern

Vorbilder prägen unsere eigene Ordnungsstruktur. Vorbilder geben uns Orientierung, Sicherheit und Motivation – auch und gerade beim Aufräumen. Um selbst ein solcher „Leuchtturm“ zu werden, müssen Sie nicht gleich zum Aufräum-Profi mutieren. Ergreifen Sie jedoch die Chance, positiven Einfluss auf Ihr Umfeld auszuüben.
Was leben Sie als Führungskraft Ihren Mitarbeitern vor?
Was leben Sie als Eltern Ihren Kinder vor?
Vorbilder inspirieren, leiten an und geben ein gutes Beispiel – ob die Führungskraft ihrem Team oder Eltern Ihren Kindern.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm…
Wer führt, sollte Vorbild sein! Und das gilt in allen Situationen, in welchen Menschen zusammen arbeiten und leben. Ob in Politik, Wirtschaft oder in der Familie – wenn Sie selbst ihr Arbeits- und Wohnumfeld aufgeräumt halten, werden es Ihre Mitarbeiter oder Familienmitglieder Ihnen gleich tun. Führungskräfte, die eine Vorbildfunktion einnehmen, können so bei den Mitarbeitern einiges bewirken. Vorbildliches Verhalten bezüglich einer klaren Struktur im Arbeitsprozess läßt nicht nur die Arbeit leichter von der Hand gehen, es sorgt für eine gesunde Arbeitsatmosphäre. Wer ein Meeting mit einer klaren Struktur moderiert, wird auf jeden Fall ein klares Ergebnis erhalten. Eltern, die eine klare Struktur im Haushalt vorleben, zeigen ihren Kindern spielerisch die Vorteile aufgeräumt zu sein.
Und das alles bitte ohne pedantisch zu sein oder von einem Putzfimmel getrieben zu werden – einfach nur aufgeräumt sein und die Dinge im Umfeld würdigen. Jeder kann etwas tun: Werden Sie ab heute Vorbild!

Tipp: Gedankenspiel
Sensibilisieren Sie Ihre Wahrnehmung bezüglich Ihres Aufräum-Verhaltens: Was ist Ihnen vorgelebt worden? Was leben Sie vor?
Welche Muster erkennen Sie? Welche möchten Sie ändern?

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P.S.: Bitte beachten Sie: Aufräumen ist ein individueller Prozess. Welche Dinge in Ihrem persönlichen Umfeld verbleiben oder von welchen Sie sich trennen wollen, obliegt einzig und allein Ihnen.

Putzen als Meditation

Von der nervigen Last zum reinigenden Ritual

Wer kennt das nicht: Das gebrauchte Geschirr türmt sich in der Küche, die Krümmel auf dem Fußboden knirschen unter den Fußsohlen, neben den Papierstapeln auf dem Schreibtisch erwachen die Staubmäuse ebenso zum Leben wie in den Ecken von Büro und Wohnung, die Fensterscheiben möchten auch nicht mehr den Durchblick gewähren, die digitalen Geräte scheinen den Schmutz besonders gut anzuziehen und die Büroküche lebt nach dem Motto TEAM „Toll, Ein Anderer Macht’s“.

Was strengt uns eigentlich am Putzen so an? Was läßt uns nicht so wirklich Lust und Freude am Saubermachen empfinden? Zu gerne geben wir das Putzen sogar in fremde Hände. Aber tun wir uns damit  einen Gefallen? Tut uns das wirklich gut? Entlastet es uns wirklich?

Putzen als wertvolle Zeit begreifen
Perspektivwechsel: Putzen. Was ist das eigentlich?
Betrachten wir Reinlichkeit und Ordnung aus einer anderer Perspektive, so kann Putzen durchaus als wertvolle Zeit begriffen werden. Das Saubermachen von Dingen bedingt einen achtsamen und bewussten Umgang mit den Dingen – eine Art Respekt vor den Dingen stellt sich ein. Mit einer wachsamen Einstellung ist Saubermachen kein belastender Stress, sondern eine wohltuende Routine, die auch den Geist klärt und die Gedanken ordnet und aufräumt. Putzen ist somit keine lästige Pflicht oder nervige Last, sondern wird zum reinigenden Ritual. Das Umfeld um uns herum sauberzuhalten, läßt uns auch innerlich zur Ruhe und Klarheit kommen. Und beachten Sie: die Wertschätzung den Dingen gegenüber ist die Wertschätzung die auch wir uns entgegenbringen! Wagen Sie sich, Ihre Einstellung zu Ordnung und Hygiene zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern!

Tipp: Putzen als Meditation
Betrachten Sie das Putzen als Meditation und tun Sie es buddhistischen Mönchen gleich, die das Saubermachen zur klärenden Routine werden lassen!

Literaturtipp: Keisuke Matsumoto: Die Kunst des achtsamen Putzens. Wie wir Haus & Seele reinigen. München 2015 (Originalausgabe: Tokio 2011)

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Aufräum-Shopping

Shoppen Sie sich den Weg frei!

Das Sideboard im Flur verschwindet unter der täglichen Post, Zeitschriften und Magazine stapeln sich auf Stühlen, Flipcharts der vergangenen Teamsitzungen liegen unmotiviert auf dem Boden, die Bohrmaschine liegt seit dem letzten Einsatz vor einem 1/2 Jahr unsichtbar tief unter einem Schrank, Kleider lagern gefühlt seit Wochen auf dem Sofa, Altglas und Altpapier machen sich in einer Ecke breit, etliche herumliegende Sportgeräte erinnern an gescheiterte Vorsätze „mal sportlich aktiv werden zu wollen“ und lösen unbewußt Schuldgefühle aus, die Akten- und Papierberge im Arbeitszimmer werden immer größer und spiegeln die Qual unliebsamer Arbeitsvorgänge, ach ja, und der Osterschmuck hat auch einen Platz irgendwo im Raum gefunden – wenn einmal wieder zuviel „Kram“ herumliegt, breitet sich Unbehagen aus.

Die klare Vorstellung wie Sie ihren Wohn- und Arbeitsraum gerne gestalten würden, verliert sich in der Unübersichtlichkeit der Situation. Und wenn Sie nichts mehr wieder finden können, bremst dieser Zustand die Motivation, überhaupt etwas anpacken und loslegen zu wollen. Unzufriedenheit und Ratlosigkeit ist das Resultat, der freie Fluß von Raumenergie und Luftzirkulation ist blockiert!

Räumen Sie sich den Weg frei!
Räumen Sie sich Ihren Weg frei!

Tipp: Aufräum-Shopping
Gehen Sie 1x im Monat durch Ihr Arbeits- und Wohnumfeld, und shoppen Sie in Ihrem eigenen Fundus von Dingen!
Wählen Sie folgende Dinge heraus:
7 Dinge, die Sie wegwerfen, verschenken oder spenden möchten
7 Dinge, die Sie wegräumen können
7 Dinge bzw. Vorgänge, die Sie schon lange erledigen wollen
Dinge, die sofort erledigt werden können, werden sofort erledigt, die anderen Dinge oder Vorgänge im Laufe des Monats!

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